Verkehrsleitsystem

 
Verkehrsleitsystem
07.06.2019

Antrag i.S. intelligentes Verkehrsleitsystem


Die SPD-Fraktion stellt für den Rat am 11.07.2019 folgenden Antrag i.S. Verkehrsleitsystem:


Antrag:

Um ein intelligentes Verkehrsleitsystem einrichten zu können, beauftragt der Rat
der Stadt Lünen die Verwaltung:

1.
Den Nutzen einer sensorgestützten, intelligenten Verkehrssteuerung, bestehend
aus Verkehrsrechensystem und wegweisender digitaler Beschilderung, intelligenter
Lichtsignalanlagen und eines integrierten Parkleitsystems zu prüfen.

2.
Für die nächste Haushaltsplanung, die Kosten für die Entwicklung eines umsetzungs-
reifen Konzeptes (Maßnahmenplan) zu ermitteln und eine Kostenschätzung für die
Umsetzungsphase zu erarbeiten.

3.
Neben der Kostenermittlung mögliche Förderprogramme zu eruieren.

4.
Bereits geplante Maßnahmen im Bereich des Straßenbaus sowie der Straßen-
beleuchtung, auf Überschneidungen zu baulichen Komponenten der Einrichtung einer
intelligenten Verkehrssteuerung hin zu überprüfen (Synergieeffekt).


Begründung:
Durch die verkehrsgünstige Lage zwischen Ruhrgebiet und Münsterland sowie der
Nähe zur Metropole Dortmund und dem Logistikzentrum „östliches Ruhrgebiet“ ist
das Lüner Straßennetz regelmäßig überlastet.

Dies führt zusammen mit anderen Faktoren zu Überschreitungen der Feinstaubgrenz-
werte an den Messstationen im Stadtgebiet und somit zwangsläufig zu gesund-
heitlichen Belastungen bei Bürgerinnen und Bürgern.

Die Verbesserung des Verkehrsflusses sowie die Reduzierung von Feinstaubbelastung
und Kohlenstoffdioxidemissionen sollten primär durch eine Verlagerung des
KFZ-Individualverkehrs auf den öffentlichen Personennahverkehr erfolgen. Aufgrund
der häufigen Probleme, in Form von Verspätungen und Zugausfällen, insbesondere im
Bereich der RB 50 sowie des in nächster Zeit nicht zu erwartenden zweigleisigen
Ausbaus der Bahnlinie in Richtung Münster, dürfe eine solche Verlagerung kurz- und
mittelfristig jedoch nicht möglich sein.

Aus diesem Grund sollten alle bestehenden Möglichkeiten genutzt werden, um trotz
der zahlenmäßig hohen Belastung der Verkehrsknotenpunkte eine Verbesserung des
Verkehrsflusses zu erreichen.

Den Kern des Systems sollten smarte Verkehrsdaten (Big Data) wie z.B. Zählung von
Fahrzeugen, Radfahrern und Fußgängern, Ermittlung von Fahrzeugarten bilden, die
mit Sensoren ermittelt und von einem Verkehrsrechensystem aufbereitet werden.

Intelligente Lichtsignalanlagen sollten, in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsrechner,
die Echtzeitdaten zu einer umweltsensitiven und belastungsabhängigen Verkehrs-
steuerung nutzen.

Vielversprechend erscheint hier auch die Vernetzung eines intelligenten Verkehrs-
systems mit der Einsatzsteuerung von Feuerwehr und Rettungsdienst, so dass die
Rettungsfahrzeuge im Einsatz eine individuelle „grüne Welle“ nutzen können.

Ein integriertes, datengestütztes Parkleitsystem könnte mit Hilfe von Apps und
Beschilderungen dazu beitragen, den Parksuchverkehr zu reduzieren.

Sofern die Verwaltung zu einem positiven Prüfergebnis hinsichtlich des intelligenten
Verkehrssystems gelangt, sollten kurzfristig die Kosten eines solchen Systems
ermittelt werden, um Berücksichtigung in der Haushaltsplanung 2021 zu ermöglichen.

Zur Reduzierung der finanziellen Belastung sollten Überschneidungen mit bereits
geplanten Baumaßnahmen, aber auch mögliche Fördermittel durch die Verwaltung
ermittelt werden.


 
 

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