Wittekindschule

 
Kommunalindex für Wirtschaftlichkeit contra Pädagogik
17.09.2018

Vor-Ort in der Wittekindschule

GPA-Bericht ohne pädagogischen Ansatz

Zu viele Räume in der Wittekindschule? Ein Prüfbericht der Gemeindeprüfanstalt
aus diesem Jahr kommt zu dem Ergebnis, dass an keiner anderen Schule in Lünen
so viel „Flächenpotenzial“ vorhanden sei wie in der Wittekindschule. Da sei
noch Platz für die Elisabethschule, deren Räumlichkeiten die Stadt dann aufgeben
könnte.

Der SPD-Arbeitskreis ließ sich von der Schulleiterin Frau Krüger die räumliche
Situation und das pädagogische Konzept erläutern. Zurzeit braucht die Schule
zahlreiche Container, weil wegen umfangreicher Sanierungsarbeiten viele Räume
gar nicht zur Verfügung stehen.


Von links: Daniel Wolski, Siegfried Störmer, Iris Lüken, Ulrich Eilert, Schulleiterin Krüger,
Martina Meier, Frau Krämer, Martin Püschel und Nina Kotissek

Ein Rundgang durch die Schule macht deutlich, dass für alle Räume ein Nutzungs-
konzept vorliegt. Im gesamten Dachgeschoss darf dagegen nicht unterrichtet werden.
Die Wittekindschule wird von viele Schülerinnen und Schüler mit einer Migrations-
geschichte besucht. Sie kommen aus vielen unterschiedlichen Kulturen mit
ganz unterschiedlichen Sprachen und Biografien. Sie alle brauchen zusätzlichen
Sprachunterricht, manche auch seelische Hilfe nach traumatischen Erlebnissen.
Hinzukommt, dass viele Eltern erzieherische Hilfen benötigen. „Für solche
Aufgaben müssen Räume zur Verfügung stehen“, stellte Frau Krüger klar.
„Darüber hinaus werden Räume z.B. für Computer, Leseförderung und naturwissen-
schaftliche Experimente benötigt“, so die Schulleiterin weiter.

Außerdem nimmt die Wittekindschule wie andere Grundschulen in Lünen auch
zusätzliche Schülerinnen und Schüler auf. Nach einer aktuellen Verwaltungsvorlage
steigen die Geburtenzahlen insgesamt, sodass mehr Kinder eingeschult werden.
Sind es im Schuljahr 2018/2019 insgesamt 676 Kinder, werden im Schuljahr 2023/2024
mindestens 834 Kinder eingeschult. Auch diese Entwicklung hat der Prüfbericht nicht
berücksichtigt.

So stehen der „Kommunalindex für Wirtschaftlichkeit“ und die „Benchmarking-Methoden“
der GPA, nicht immer mit den pädagogischen Konzepten der einzelnen Schulen im
Einklang. Jede Schule hat ihre ganz spezifischen Schüler und Einzugsgebiete und ein
Vergleich mit anderen Schulen hebelt die individuellen pädagogischen Ansätze aus.


Siegfried Störmer

 
 

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