Steagfläche

 
Steagfläche
11.08.2020

Steagfläche – Wie geht es weiter

Informationsfluss aus dem Rathaus läuft spärlich



Die SPD-Fraktion traf sich am Montag mit dem Prokuristen und Geschäftsführer
der Fa. Hagedorn – Axel Köster und Rick Mädel und Andreas Fleischer von der DFI.
Es ging dabei um ein weiteres Informationsgespräch, das von der Stadt wohl eher
nicht erwartet werden kann. Lünens größtes, zusammenhängendes Gewerbe- und
Industriegebiet wird zukünftig viele Arbeitsmarktprobleme vor Ort lösen können
oder auch nicht. Allerdings scheint die Motivation in der Verwaltung nicht
unbedingt begrüßenswert in dieser Sache. Die Politik wird zumindest nicht
wirklich involviert und an Transparenz mangelt es auch hier. Mittlerweile gibt
es ein zeitlich befristetes Angebot für die Nordfläche. Verhandelt werden kann
aber erst, wenn die Rückmeldung vom Kreis/Stadt rechtzeitig eingeht. Die
Kommunalpolitik ist wieder einmal darauf angewiesen, selber aktiv zu werden.

So kam dieser Termin mit den beteiligten Unternehmen zustande. Schließlich ist
die Politik ein wichtiger Akteur in diesen Verhandlungen und muss den Aufstellungs-
beschluss absegnen, der eine grobe Richtung vorgibt von dem, was dort zukünftig
machbar ist und was nicht.

Diese Entscheidung setzt voraus, dass eines der wichtigsten Elemente in diesem
Verfahren fachlich gut durchdacht vorgestellt und von der Politik abgesegnet
werden kann - das Verkehrskonzept. Mittlerweile gibt es drei dieser Konzepte.
Erstellt von Remondis, Hagedorn und Agiplan (beauftragt von der Stadt Lünen).
Diese drei Konzepte werden in der morgigen „Zukunftswerkstatt Lippholthausen“
vorgestellt und es bleibt abzuwarten, wie unterschiedlich deren Inhalte sind oder,
ob sie sich decken.

In dem Informationsgespräch wurde diese Problematik „Verkehrsströme und Verkehrs-
leitung“ eingehend diskutiert. Da die Verkehrsbelastung schon jetzt ihre Grenzen
erreicht hat, erinnerte Michael Haustein daran, dass verkehrsintensive Betriebe
nicht erwünscht seien und solche Logistikbetriebe somit nach wie vor inakzeptabel
sind.

Die Zeit läuft! Und nach wie vor werden nachhaltige Lösungen aus der Politik
gefordert, die zukunftsträchtige Industrie- und Gewerbeansiedlungen beinhalten.
Hierbei ist insbesondere die Wirtschaftsförderung gefordert: Nicht nur Visionen
und Schlagworte wie Wasserstoff in die Diskussion einbringen, sondern klare,
machbare Konzepte auf den Tisch legen, die auch Fördergeber überzeugen. Nur so
können die weiteren Planungsschritte im Lüner Rat diskutiert und entschieden werden.


Petra Klimek



 
 

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