Lernplattform

 
Lernplattform an Schulen
16.09.2020

Lernplattform – Überprüfung läuft

Danach kommt Erprobungsphase

Die Stadt Lünen soll nach einem Antrag der CDU für das Schuljahr 2020/21
die Kosten für Lernplattformen übernehmen. Was der Antrag nicht sagt:
Nach Angaben der Verwaltung belaufen sich die Kosten auf bis auf 70.000 €
jährlich. Die von der CDU und FDP geführte Landesregierung stellt die
Lernplattform „Logineo“ kostenlos zur Verfügung.

Auf seiner Sondersitzung am 12.8.2020 hat der Ausschuss für Bildung und
Sport verabredet, dass für die Lernplattformen Kriterien von den Schulen
und der städtischen IT-Abteilung entwickelt werden sollen. Festgehalten
wurde: „Eine anschließende Erprobungsphase soll Vor- und Nachteile der
Angebote deutlich machen.“ Damit ist der Ausschuss dem Wunsch der Schulen
entgegengekommen, vorhandene Lernplattformen mit „Logineo“ zu vergleichen,
um eventuell in den Haushaltsberatungen Mittel zur Verfügung zu stellen

In einem anschließenden interfraktionellen Gespräch verständigten sich
Vertreter der Fraktionen CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und die GFL – die
Freien Wähler und die FDP waren entschuldigt - darauf, dieses Prüfverfahren
abzuwarten. Die CDU hält sich nicht an diese Absprache. Tatsächlich sind
viele Schulen noch auf der Suche nach der für sie richtigen Plattform,
Erfahrungen konnten sie bislang kaum sammeln. „Logineo“ wurde von der Landes-
regierung leider erst im Juni kurz vor Ende des Schuljahres zur Verfügung
gestellt, das von manchen Schulen favorisierte „iserv“ bot seine Lernplattform
während des Lockdowns kostenlos an und verschaffte sich damit einen Vorteil.
Jetzt besteht die Gefahr, dass „Logineo“ gar nicht genutzt wird, weil
kommerzielle Lernplattformen eingeführt wurden, die die Stadt Lünen dauerhaft
finanzieren müsste. Der Landesregierung gegenüber entfällt somit der Druck,
Defizite ihrer Lernplattform zügig zu verbessern.

Ergebnis der Ausschuss-Beratungen waren kurzfristige Maßnahmen, um den IT-Support
für die kurzfristige Beschaffung von digitalen Endgeräten vorzubereiten. In
Dortmund rechnet man - wegen der Ausschreibungs- und Lieferfristen - mit bis zu
12 Wochen für die Beschaffung. So soll in Lünen der Personalpool genutzt werden
und 75.000 € stehen für externe Dienstleister außerplanmäßig zur Verfügung. Es
geht jetzt darum, dauerhafte digitale Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen, ihre
Wartung zu gewährleisten und finanziell abzusichern. Das sollte nach gründlicher
Diskussion mit allen Akteuren geschehen, damit eine für die Lüner Schulen einheit-
liche, bedienungs- und wartungsfreundliche Lösung gefunden werden kann.


Siegfried Störmer
 
 

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