Betriebskindergärten

 
Betriebskindergärten
05.06.2018

Betriebskindergärten wären Imagegewinn

SPD-Fraktion: Prüfauftrag an die Verwaltung geht raus

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist weiterhin das Top-Thema der SPD-
Politik, aber auch zunehmend Thema in den Unternehmen. Dennoch führen nur
die wenigsten Unternehmen ihren Betriebskindergarten in Eigenregie. Fast immer
stehen Dritt-Anbieter dahinter. Eine Marktlücke, die es in Lünen zu schließen
gilt. Die Verbesserung der außer-häuslichen Kinderbetreuung gilt als ein wichtiges
Instrument gegen den sogenannten Fachkräftemangel. Betriebskindergärten spielen
hier zukünftig eine wichtige Rolle.

Eine betriebseigene Einrichtung bedeutet einen deutlichen Imagegewinn, sowohl
intern als auch in Lünen und in der Region und macht das jeweilige Unternehmen
insbesondere für hochqualifiziertes Personal attraktiv. Mit einer guten betriebs-
eigenen Einrichtung kehren Mütter in der Regel schneller nach der Elternzeit wieder
an ihren Arbeitsplatz zurück. Sie sparen so Kosten für die Wiedereinarbeitung bzw.
die Organisation von Elternvertretungen.

Für Unternehmen bedeutet jede Elternzeit ein Verlust an wertvollem Know-how.
Deshalb gilt es, mit familienfreundlichen Maßnahmen die Zukunft des Unternehmens
zu sichern. Außerdem können sich die Betriebe mit einem eigenen Engagement als
Unternehmen mit sozialer Verantwortung profilieren.

Die betriebliche Kinderbetreuung hat auch weitere Aspekte, damit sich Unternehmen
dieses Themas annehmen sollten. Sie zieht die Förderung der Unternehmensbindung
nach sich, die Motivation und nicht zuletzt die Leistungsintensität der beschäftigten
Mütter und Väter, wie die Eltern ihre Kinder in der Nähe ihres Arbeitsplatzes gut
betreut wissen.

Daraus resultiert eine höhere Kontinuität der Beschäftigung. Darüber hinaus
können nachweislich die Kosten für eine Betriebs-Kita durch Einsparpotenziale in
der Folgezeit kompensiert werden. Zum Beispiel ergeben sich erhebliche Ein-
sparungen aufgrund der Reduzierung der elternzeitbedingten Wiederbeschaffungs-
kosten. Ebenso werden die Kosten für die Eingliederung von Rückkehrern aus der
Elternzeit, die Überbrückung der Elternzeit sowie die Kosten für Fehlzeiten reduziert.

Dieser Meinung ist zumindest der SPD-Arbeitskreis Jugend, dessen Vorsitzender
Detlef Seiler einen Antrag für den kommenden Jugendhilfeausschuss formulierte,
den die Fraktion einstimmig unterstützt.


Petra Klimek

 
 

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