
Wie kann Lünen sauberer werden und gleichzeitig die Abfallgebühren langfristig stabil gehalten oder sogar gesenkt werden? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigte sich die SPD-Fraktion Lünen gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der SPD-Kreistagsfraktion bei einem Besuch der Wirtschaftsbetriebe Lünen (WBL). Geschäftsführer Stefan Jonic und Florian Klein informierten über aktuelle Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze in der kommunalen Abfallwirtschaft.
Im Mittelpunkt des Austauschs standen die zunehmenden Probleme durch wilde Müllkippen im gesamten Stadtgebiet. Einig waren sich alle Beteiligten, dass hier konsequenter gehandelt werden muss. Insbesondere die Zusammenarbeit zwischen den Wirtschaftsbetrieben Lünen und dem Ordnungsamt muss sich in den nächsten Monaten weiterentwickeln.
Michael Schmälzger, stellv. Fraktionsvorsitzender, machte dabei deutlich:
„Der aktuelle Zustand ist nicht zufriedenstellend. Wilde Müllkippen belasten unser Stadtbild, verursachen hohe Kosten und sorgen für großen Ärger bei den Bürgerinnen und Bürgern. Wir brauchen endlich wirksame Lösungen – dazu gehört auch, die Verursacher konsequent zu ermitteln und zur Verantwortung zu ziehen. Nur so können wir dieses Problem nachhaltig in den Griff bekommen.“
Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war die Qualität der Bioabfallsammlung. Immer wieder gelangen große Mengen Restmüll in die Biotonnen. Die Folge sind erhebliche Mehrkosten bei der Entsorgung, die letztlich alle Gebührenzahlerinnen und Gebührenzahler tragen müssen.
Die SPD sieht hier großes Potenzial, die Gebührenentwicklung positiv zu beeinflussen. Durch eine bessere Mülltrennung könnten unnötige Zusatzkosten vermieden werden. Ziel ist deshalb eine umfassende Aufklärung der Bevölkerung über die richtige Mülltrennung und die finanziellen Vorteile einer sauberen Trennung.
Gleichzeitig wurde über technische und organisatorische Möglichkeiten gesprochen, Fehlbefüllungen künftig besser zu erkennen und geeignete Maßnahmen zu entwickeln. Dazu gehören auch Gespräche über angemessene Konsequenzen bei wiederholter vorsätzlicher Fehltrennung. Ziel ist jedoch nicht das Bestrafen, sondern die Verbesserung der Müllqualität und damit eine Entlastung aller Gebührenzahlerinnen und Gebührenzahler.
Die SPD-Fraktion betonte, dass eine funktionierende Kreislaufwirtschaft nur gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern gelingen kann. Wer seinen Müll richtig trennt, leistet nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Ressourcenschutz, sondern hilft auch dabei, die Entsorgungskosten für alle möglichst gering zu halten.
Die SPD-Fraktion Lünen und die SPD-Kreistagsfraktion werden den engen Austausch mit den Wirtschaftsbetrieben Lünen fortsetzen und sich weiterhin für praktikable Lösungen einsetzen. Das gemeinsame Ziel ist klar: ein sauberes Lünen, eine effektivere Verfolgung von Umweltverschmutzungen und langfristig stabile beziehungsweise möglichst sinkende Abfallgebühren für die Menschen in unserer Stadt.