
Lünen muss Verlässlichkeit zeigen
In einer gemeinsamen Stellungnahme bedauern die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Lünen und der SPD-Stadtverband Lünen die Entscheidung von Rossmann, die Pläne für ein Logistikzentrum auf der ehemaligen Steag-Fläche nicht weiterzuverfolgen. Mit bis zu 1.400 neuen Arbeitsplätzen, zusätzlichen Gewerbesteuereinnahmen und einer echten Perspektive für die Entwicklung der Fläche wäre die Ansiedlung eine große Chance für Lünen gewesen.
„Wer den Wirtschaftsstandort stärken will, muss bei konkreten Chancen auch klare Signale senden. Lünen muss ein Standort sein, auf den sich Unternehmen verlassen können – gerade dann, wenn es konkret wird“ , erklärt SPD-Fraktionsvorsitzender Rüdiger Billeb.
Die SPD in Lünen hatte sich von Beginn an klar für die Ansiedlung ausgesprochen. Aus Sicht der Sozialdemokraten wäre das Projekt ein starkes Signal für den Wirtschaftsstandort Lünen gewesen: für neue Arbeitsplätze, höhere Kaufkraft, zusätzliche Gewerbesteuer und eine zukunftsfähige Nutzung der ehemaligen Steag-Fläche.
Steven Roch, stellvertretender Vorsitzender der SPD Lünen, betont: „An fehlendem Einsatz der Verwaltungsspitzen ist dieses Projekt nicht gescheitert. Wir bedanken uns bei Bürgermeisterin Martina Förster-Teutenberg und der Fachverwaltung, die sich mit großem Engagement für diese Ansiedlung starkgemacht haben“.
Kritisch sieht die SPD die politische Debatte der vergangenen Wochen. Natürlich gehören Fragen, Abwägungen und unterschiedliche Einschätzungen zur Demokratie. Bei einer Ansiedlung dieser Größenordnung kommt es aber entscheidend darauf an, dass am Ende ein verlässliches Gesamtbild entsteht. Aus Sicht der SPD ist das im Rat nicht überall gelungen.
„Man kann nicht den Wirtschaftsstandort Lünen stärken wollen und dann bei einer konkreten Chance dieser Größenordnung vor allem Bedenken in den Mittelpunkt stellen. Hier ging es um bis zu 1.400 Arbeitsplätze und die Zukunft einer der wichtigsten Entwicklungsflächen unserer Stadt“, so Billeb. Insbesondere die GfL müsse sich fragen lassen, ob ihr Auftreten in dieser Debatte dem Standort Lünen geholfen hat. Auch von der CDU hätte sich die SPD bei einer Zukunftsfrage dieser Größenordnung mehr Geschlossenheit gewünscht.
Für die SPD ist klar: Die Absage von Rossmann ist ein herber Rückschlag, aber kein Schlusspunkt. Die ehemalige Steag-Fläche bleibt eine zentrale Zukunftsfläche für Lünen. Jetzt komme es darauf an, das Bebauungsplanverfahren weiter voranzubringen, neue Ansiedlungsperspektiven zu eröffnen und verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen.
Steven Roch abschließend: „Die Lüner Politik muss zeigen, dass sie handlungsfähig und verlässlich ist. Die Steag-Fläche darf nicht zum Symbol verpasster Chancen werden, sondern muss weiter zur Zukunftsfläche für gute Arbeit und wirtschaftliche Entwicklung gemacht werden.“